Sven Hoffmann

Aqua Globalis

Sonntag, 19. Juli 2009
- Sonntag, 18. Oktober 2009

Kunsthalle Ziegelhütte

Die Doppelausstellung der beiden Künstler stellt zwei Positionen der heute möglichen fotografischen Landschaftsdarstellung gegenüber. Die Fotografen Schenk und Hoffmann gehen – trotz einer Verwandtschaft in der Thematik der Reisefotografie – jeweils von einem konzeptuellen Ansatz aus, der auf besondere Weise die Frage nach der Gültigkeit eines Bildes mit den Problemen einer individuellen, einer authentischen Wahrnehmung des Sichtbaren in einer globalisierten Welt verbindet.


Sven Hoffmann
(*1965) beschäftigt sich in seiner eigens für das Erdgeschoss der Kunsthalle Ziegelhütte konzipierten Rauminszenierung mit den Erscheinungsweisen von Wasser, der puren Schönheit dieses Elements, dessen ökonomische und ökologische Bedeutung unterschätzt wird. Das Aqua Globalis Projekt wurde Anfang der 1990er Jahre von Hoffmann entwickelt. Ausgehend von der Überlegung, dass Wasser der wichtigste Rohstoff der Menschheit ist, hat Hoffmann eine fotografische, letztlich endlose Reihe begonnen, in der die ästhetischen Reize verschiedenster Wasseroberflächen als Metapher der Vielfalt des Lebens (der Kunst) präsentiert werden. Dabei wird Hoffmann zum Forschungsreisenden, der quer durch die Welt die Schönheit dieses Elements dokumentiert und in eine auf den ersten Blick „gegenstandslose“ Freiheit überführt. Wobei in der Dauer des Projektes letztlich eine globale Kartographie der „Wasserimpressionen“ erstellt wird – mit dem Nebeneffekt, dass die an sich ausschliesslich das Schöne feiernden Bilder zu einem Memento Mori mutieren können. Die Ausstellung der teils grossformatigen Fotoinstallation wird begleitet von der Videoinstallation Aqua Delphinidae (2009), die erstmals in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell öffentlich gezeigt wird. Diese eigenwillige, nicht-dokumentarische Würdigung der Delphine und ihres Lebenselementes wurde von Sven Hoffmann in Zusammenarbeit mit dem Verhaltensbiologen des Zoos Nürnberg und dem Vorsitzenden der Meeressäuger-Schutz-Organisation Yaqu Pacha, Dr. Lorenzo von Fersen, entwickelt und im Zoo Nürnberg realisiert. Die Filmmusik, ein eigenständiges kompositorisches Element wurde in Zusammenarbeit mit Jörg Hüttner und den Hans-Zimmer-Studios/Hollywood realisiert.


Die Ausstellung wird begleitet von der Publikation Aqua Globalis; Texte von John von Düffel und Arthur Bolasson, H2SF Verlag Trier, 2007; CHF 45.-  Zum Shop

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