Haviva Jacobson

Umschwung

Sonntag, 01. Februar 2015
- Sonntag, 26. April 2015

Kunsthalle Ziegelhütte

Film zur Ausstellung auf ART-TV

Mit der Ausstellung Haviva Jacobson – Umschwung wird in der Kunsthalle Ziegelhütte eine neue Ausstellungsreihe eingeleitet. Die Aussicht* wird in lockerer Folge zeitgenössisches Kunstschaffen aus dem Appenzellerland und aus der weiteren Region vorstellen: Positionen, die mit den Schwerpunkten der Kunstsammlung der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell in einen Dialog treten, aber auch künstlerische Standpunkte, welche die Vielfältigkeit dieser Kulturlandschaft in den Fokus rücken.

Haviva Jacobson wurde 1961 in Maayan Baruch, Israel geboren. Sie hat in Jerusalem, Tel Aviv und Florenz studiert. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Appenzell. 2001 erhielt Haviva Jacobson den Förderpreis der Innerrhoder Kunststiftung Appenzell Innerrhoden. In der ersten musealen Ausstellung der Malerin zeigen wir Werkgruppen aus den Jahren 2010 bis heute – und eine Bildinstallation, die eigens für den Oberlichtsaal in der Kunsthalle entwickelt wurde.


Haviva Jacobson setzt sich in ihrer malerischen Arbeit mit der unmittelbaren Umgebung auseinander. Sie lässt sich von der sichtbaren Welt inspirieren. Die Künstlerin verwandelt diese subjektiven Moment- oder Stimmungsaufnahmen in einem aufwändigen Prozess in autonome Farbmalereien, in denen Wirklichkeits- und Erinnerungsbild ebenso aufgehoben sind wie die Reflektion der malerischen und zeichnerischen Mittel. Die Betrachter entdecken Landschaften, Pflanzen, gar menschliche Figuren; sie sehen Sternbilder, Wasserfälle, vielleicht auch Traumtänzer – aber vor allem entdecken wir die unendliche Landschaft der Farbe. Diese findet in den sensiblen und differenzierten Modulationen Haviva Jacobsons zu einer schillernden, lebensvollen Gestalt – die immer essentiell, eben Malerei, bleibt.

Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation, 24 Seiten, 30. Abb.,
Text von Roland Scotti, CHF 12.–

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*Aussicht .01

Laut Duden bezeichnet das Wort Aussicht ursprünglich den «Blick nach draussen» , in einem übertragenen Sinn auch den «Blick in die Zukunft». Im deutschsprachigen Wortgebrauch entwickelte sich der Begriff als Erweiterung des Wortes «Sicht» – in Anlehnung an das lateinische «Prospectus» wurde «Aussicht» nach 1700 in den theoretischen Schriften zur Gartenkunst erstmals benutzt.

Haviva Jacobson – Umschwung markiert den ersten Aussichtspunkt einer Ausstellungsreihe der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell, die in unregelmässiger Folge heute arbeitende Künstlerinnen und Künstler vorstellt: Positionen, die einerseits mit den Schwerpunkten der Kunstsammlung der Stiftung korrespondieren und die andererseits die Sicht auf das aktuelle künstlerische Geschehen und Schaffen im Appenzellerland, aber auch in der weiteren Region schärfen und erweitern.


Die Ausstellungen der Aussichten werden grundsätzlich von einem eigenen kunstpädagogischen Programm begleitet, das sich an Schulen und andere Bildungsinstitutionen der näheren und weiteren Umgebung wendet. Die Begegnung von Künstlerin, Künstler und Publikum und die Vermittlung der Kulturtechnik „Sehen“ stehen dabei im Fokus: So können aus Ansichten Aussichten werden.


Die pädagogischen Begleitveranstaltungen zur Ausstellung Haviva Jacobson - Umschwung  werden von der Innerrhoder Kunststiftung Appenzell unterstützt.
Wir danken.

 

 

Ausstellung
Tickets
Traumhaft, 2014
Pigment auf Holz, 40 x 30 cm; Traumhaft, 2014
Pigment auf Holz, 60 x 60 cm; Tête à Tête, 2013
Pigment auf Holz, 50 x 30 cm