Carl August Liner – Erfinder & Politiker

150 ǀ 75

Donnerstag, 06. Mai 2021
- Sonntag, 19. September 2021

Kunsthalle Ziegelhütte

Carl August Liner wurde am 8. Juni 1871 in St. Gallen geboren; er verstarb am 20. März 1946 in seiner Wahlheimat Appenzell. Aus Anlass des 150jährigen Geburtstags und des 75jährigen Todestags richtet die Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell in der Kunsthalle Ziegelhütte eine ungewöhnliche Ausstellung ein, die den Fokus auf den «Künstler als Erfinder» legt.

Der wohl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bedeutendste Genre- und Landschaftsmaler des Appenzellerlandes war neben der Haupttätigkeit als Maler und Zeichner auch als Landwirt, Kulturpolitiker und eben Erfinder tätig. Die Ausstellung stellt die Patente vor, die Liner ab 1901 anmeldete. Ebenso werden einige seiner kulturpolitischen Schriften sichtbar gemacht, die er vornehmlich ab 1913 – dem Jahr, in dem er die Ostschweizer Sektion der GSMBA gründete – an die Öffentlichkeit, aber auch an verschiedene Bundesräte adressierte.

Damit beleuchtet die Ausstellung nicht nur eine aussergewöhnliche Facette des Gesamtwerks von Carl August Liner; darüber hinaus thematisiert sie am konkreten Beispiel die Rolle bzw. das Selbstverständnis des Künstlers, der Künstlerin in der modernen Gesellschaft. Die Stereotypen, die gerade in der Rezeption von Carl August Liner mit Begriffen wie «Heimatkunst», «Künstlergenie» und ähnlichem verbunden sind, werden zur Diskussion gestellt.

Die Exponate – Dokumente, Fotografien, Bilder – stammen aus dem umfangreichen Archiv der Heinrich Gebert Kulturstiftung. Ergänzt wird die Ausstellung – soweit realisierbar - durch künstlerische und handwerkliche Modelle der in den Patentschriften Liners beschriebenen Objekte.

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