ein Klangportrait über Marlene Dietrich von Armin Brunner

MARLENE… und sonst gar nichts

Freitag, 05. August 2022

20.00 Uhr-
20.30 Uhr
Kunsthalle Ziegelhütte

Programmänderung für das Konzert vom 5. August 2022

Leider muss ich Ihnen die traurige Mitteilung machen, dass der Pianist des Trio d’Anime, Daniele Galaverna in diesem Frühjahr gestorben ist. Der im August vorgesehene Abend «La Chanson d’amour» fällt darum aus.                                   Martin Lucas Staub, Musikalischer Leiter

 

Als hochkarätiges Ersatzprogramm wird am 5. August neu unter dem Titel «MARLENE… und sonst gar nichts» ein Klangportrait von Armin Brunner über Marlene Dietrich aufgeführt.

 

mit Christina Jaccard: Gesang, David Ruosch: Piano, Adam Taubitz: Violine, Graziella Rossi: Sprecherin, Helmut Vogel: Sprecher 

 

Ich habe als junge Frau Marlene Dietrich in London live erlebt und es war unvergesslich - auch die Reaktion des älteren Publikums, die sich ihrer Ikone aus jungen Jahren nah fühlten wie eh und je, ihr wie einer vertrauten Freundin persönliche Dinge zuriefen. So etwas in dieser Art habe ich nie mehr erlebt. Es war einzigartig und herzerwärmend. So kühl diese Diva auf der Leinwand gewirkt haben mag - sie schien in ihrer Wesensart ein zugänglicher Mensch zu sein, die sich ihren Bewunderern auch mit einem Alltagsgesicht zeigen konnte.

Ich bin unter anderem auch mit der Musik von Marlene aufgewachsen und ich war fasziniert von dieser Mischung aus Eleganz, Mythos und Antikriegs-Engagemgement, dass sie auch Lieder von Bob Dylan und Pete Seeger interpretierte, die weit über ein sogenanntes Diseusen-Image hinaus gingen und die ich dazumal selbst am Lagerfeuer in meinen Jugendgruppen-Camps sang...

Wir haben die schönsten Songs ausgesucht und sie mit wenigen Instrumenten orchestral arrangiert. Es ist eine Ansammlung von epochalen Kompositionen und Texten. Und dies grossartig verwoben mit der Erzählung eines bewegten Lebens.                                                   Christina Jaccard

 

 

Über Marlene Dietrich:

Als die deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich 1992 in Paris stirbt, heisst es in einem Nachruf: "Die Karriere der Hollywood-Göttin nimmt 1930 ihren Anfang als Schauspielerin in Berlin, wechselt in späteren Jahren in den Rang einer weltweit gefeierten Diseuse, bis ihr Leben 1992 nach jahrelanger Abkehr von der Öffentlichkeit eremetisch im eigens geschaffenen Exil in Paris endet. Diese von Narzissmus, Würde und Stolz getragene Entscheidung, ihr alterndes Antlitz vor der Aussenwelt zu verbergen, tut der immensen Bewunderung für ihr Talent und für ihren mutigen Kampf gegen die Nazi-Diktatur jedoch keinen Abbruch."

Sie engagierte sich im Zweiten Weltkrieg bei der US-amerikanischen Truppenbetreuung, sie sang für die Soldaten und besuchte Verwundete in Lazaretten. 1947 verlieh ihr US-Präsident Harry S. Truman die Freiheitsmedaille.

Ernest Hemingway bringt die Faszination der Marlene Dietrich auf seine Weise auf den Punkt: "Selbst wenn sie nichts anderes als ihre Stimme hätte, könnte sie damit dein Herz brechen."

 

 

Konzert, Top
Tickets
Marlene Dietrich als Shanghai Lily in "Shanghai Express" (1932). © Getty Images - zVg: Pressedienst